mchavlicek – Die Bühne mein Leben

Michael C. Havlicek (Bariton) wurde  in Wien geboren.

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Ab 2002 studierte er am Konservatorium der Stadt Wien und diplomierte 2004 in der Rolle des „Don Giovanni“. Neben seinem Unterreicht bei Wicus Slabbert, Edith Lienbacher und seit 2008 bei Prof. Gerhard Kahry besuchte er Meisterkurse bei  F. Grundheber und W. Berry. 2004 war er am Stadttheater St.Pölten als „Papageno“ engagiert; in derselben Rolle hatte er im Sommer 2005 auch in Tokio großen Erolg. Liederabende und Konzerte führten ihn nach Südafrika, Argentinien, Deutschland und in die USA.

Im April 2011 gab er sein erfolgreiches Debut an der Wiener Volksoper als Gustl in „Das Land des Lächelns“, wo er auch im September 2011 mit großem Erfolg seinen ersten Papageno sang. Im Sommer 2011 war er wieder als Boni beim Wiener Operettensommer zu erleben. Das Jahr endet mit seinem Papageno Debut an der Wiener Volksoper und mit der Hauptrolle in Hans Werner Henzes „Polliccino“ an der Bühne Baden, im Sommer 2012 gab er sein Debut in „Der Vogelhändler“ in Bad Ischl.

2014 gab er in „Die Zauberflöte“ sein Debut an der Opera Bastille in Paris unter der Leitung von Philippe Jordan. 2015 sang er in der Neuproduktion von „Pariser Leben“ an der Wiener Volksoper .Im Sommer 2015 gastierte er erfolgreich mit der Wiener Volksoper beim Festival von Savonlinna und das Jahr 2016 begann für ihn mit einem von Presse und Publikum gelobten Auftritt in der Neuproduktion von „Der Kongress tanzt“ an der Wiener Volksoper. Im Mai 2016 gastierte er in Tokyo als Boni in „Die Csardasfürstin“.

2016/17 debutierte er sehr erfolgreich als Toni in „Die Zirkusprinzessin“, als Masetto „Don Giovanni“, und als Josef „Wiener Blut“. 2017 debutierte er am neuen Linzer Musiktheater als Sigismund ( Im weißen Rössl ).

2018 wird er zum ersten Mal als Paul Aubier in „Der Opernball“ an der Wiener Volksoper auftreten, darauf folgt sein Debut als Danilo in „Die lustige Witwe“.

 

Wiener Volksoper  „DIE ZIRKUSPRINZESSIN“  von Peter Dusek

Großartig das neue Buffo-Paar: Michael Havlicek als Toni und Elisabeth Schwarz als Mabel – sie singen, tanzen und flirten voller Hingabe und könnten von der Wiener Tourismus-„Börse“ vom Fleck weg engagiert werden. Großartig!

 

Am Pult des Orchesters der Wiener Volksoper steht diesmal der junge   Lorenz C. Aichner, er vermittelt den Eindruck, dass ohne Premieren-Stress alle Solisten, Tänzer, Artisten (u.a. das Duo Aquarius) aber auch der Chor der Volksoper (Leitung Holger Kristen) viel „genuss-voller“ ans Werk gehen. Auch die Inszenierung von Thomas Enzinger (Bühne Peter Notz) wirkt weniger „exhibitionistisch“, das Tempo der vielen „Zirkus-Einlagen“ wird durchgehalten und die Choreographie von  Bohdana Szivacs wirkt gar nicht mehr „aufgesetzt“. Souverän wie schon bei der Premiere: Kurt Schreibmayer als Prinz Sergius. Der Kärtner Sänger erlebt seinen x-ten vokalen Frühling und ist drauf und dran ein neuer Peter Minich der Volksoper zu werden. Eindrucksvoll und zu Herzen gehend Elisabeth Flechl als Carla Schlumberger und Gerhard Ernst als Zirkusdirektor. Wacker schlug sich auch Herbert Steinböck als Oberkellner Pelikan. Im Vergleich zu seinem Rollenvorgänger – „Hausherrn“ Robert Meyer – wirkte er aber wie ein in die Jahre gekommener „Piccolo“.

Dennoch: die weitgehende „Rundum Erneuerung“ der „Zirkusprinzession“ ist gelungen und ein volles Haus war begeistert.

Peter Dusek

ZAUBERFLÖTE Wiener Volksoper 11.9.2011

Michael Havlicek … sein Papageno ist weder derb noch ordinär. Er verzichtet weitgehend auf aktuelle Extempores und hat zuletzt  deutlich den größten Beifall. Er singt ihn ohne forcieren, mit jener „Leichtigkeit des Seins“, die Mozart seinem letzten Textdichter Emanuel Schikaneder zugestanden hat. Ein charmanter Lebenskünstler, ein typischer „Mitläufer“, ein „lieber Augustin“ – und doch ein Mensch mit all seinen Vorzügen und Schwachstellen. Der wahre Held des Abends, der nicht zufällig das schönste Liebesduett von Mozart zu singen hat („Bei Männern, welche Liebe fühlen…“).

Peter Dusek 12.9.2011

DIE CSARDASFÜRSTIN  Wiener Volksoper 21. Dezember 2015

KURIER – Peter Jarolin am 23. 12. 2015

Kritik. Im Mai 2016 gastiert die Wiener Volksoper wieder in Japan und hat dabei drei ihrer besten Operetten-Produktionen im Gepäck. Natürlich die „Fledermaus“von Johann Strauß, die „Lustige Witwe“von Franz Lehár sowie die „Csárdásfürstin“von Emmerich Kálmán, die jetzt auch wieder im Haus am Gürtel (bis 11. 1.) zu sehen ist.

Der Tenor Szabolcs Brickner ist ein sehr wortdeutlicher, vokal stets überzeugender Edwin; mit dem Bariton Michael Havlicek hat man einen fabelhaften Graf Boni zur Verfügung.

Peter Dusek:

Den Abend tragen drei Künstler : die Wienerin Ursula Pfitzner in der Titelrolle sowie Michael Havlicek als Original Wiener Charmeur Boni sowie Kurt Schreibmayer als hinreißender Feri Bacsi. Der geborene Kärntner und Wahl-Steirer gehört bald 4 Jahrzehnte zum Ensemble der Volksoper , die Stimme hat bereits eine gewisse Patina, die Zeiten von Lady Macbeth von Minsk oder Froh sind lange vorüber. Aber als Freund von Edwin – den Szabolcs Brickner höhensicher aber zu bieder verkörpert – wird er zum Motor einer Aufführung, die an alte „goldene“ Zeiten erinnert. Er spielt und tanzt voll Inbrunst und Hingabe – wunderbar! Auch Ursula Pfitzner, die mit Andrea Rost in der Titelpartie alterniert, ist vom Scheitel bis zur Sohle auf Emmerich Kalman eingestellt. Als attraktive Frau, die mit dramatischen Spitzentönen nicht geizt, hat die gebürtige Wienerin das gewisse Flair, das für die Sylva Varescu nötig ist.Eine echte Operetten-Diva! Dritter im Bunde ist der junge Michael Havlicek – ebenfalls Marke „echter Wiener“. Er ist der klassische Charmeur, der mit einem edlen eher lyrischen Bariton aufwarten kann. Er könnte bei „Dancings Stars“ mitwirken. Seine Prosa ist geradezu „artistisch“ und der Ohrwurm „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ zündet.

 

DER KONGRESS TANZT  Premiere Wiener Volksoper 20. Februar 2016

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Sehr überzeugen konnte sowohl stimmlich als auch darstellerisch Michael Hawlicek als dessen Mitarbeiter Pepi.

DER NEUE MERKER 21. 2. 2016

 

….ihr verliebter Pepi ist bei Michael Havlicek darstellerisch wie vokal in allerbesten Händen.

KURIER 22. 2. 2016

 

Das nutzen Anita Götz und Michael Havlicek ganz vorzüglich. Als Christel und Pepi sind die Sopranistin und der Bariton sowohl komödiantisch als auch gesanglich ein Traumpaar. Sie, die freche Resche mit leichter Bissgurn-Veranlagung, er, der Stotterer in Liebesdingen, ein Pantoffelheld schon vor der Heirat. In viel zu riesiger rosa Robe, ein textiles Sinnbild für: diese Welt ist nicht die ihre, wartet sie in der Hofburg auf den Zaren, der am Ende doch abreisen wird. Worauf sie sich nicht – siehe Film – sofort ihrem Pepi in die Arme wirft, sondern erst einmal, weil ja jetzt als Adelspantscherl berühmt, im Laden das große Geschäft macht. Das ist Emanzipation für beide Geschlechter, weil auch ein Pepi hat nicht alles nötig. Havlicek spielt das sehr charmant, er hat als Pepi durchaus Herzensbrecher-Potential.

ONLINE KULTURZEITSCHRIFT 21. 2. 2016

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